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Milben bei Bienen – Was können Sie dagegen tun?

Varroamilbe bei Bienen

Die Varroamilbe kam vor mehr als 50 Jahren aus Asien nach Europa. Die lästige und hartnäckige Milbe hat die Bienenstöcke der Honigbienen zu Ihrer Behausung gewählt und vermehrt sich darin extrem rasch. Diese Honigbiene kann ohne das akive Eingreifen der Imker unmöglich überleben. Eine Ausrottung der Varroamilbe ist leider noch nicht möglich. Allerdings können Sie den Bestand mit den richtigen Methoden zur Bekämpfung reduzieren.

Varroamilbe – der Hauptgrund für das Bienen-Sterben

Der Parasit, die Varroamilbe fiel zum ersten Mal im Jahre 1977 in Deutschland auf.
Bienenforscher wiesen nach, dass der Befall von Varroa-Milben, auch als Varoose bezeichnet, der Hauptgrund für die ist erhöhten Verluste an Bienenvölkern. Diese Milben schwächen die Bienenvölker, die anfälliger für Krankheitserreger sind. Aus diesem Grund überleben die meisten Bienenvölker den Winter nicht. Früher waren Verluste von zehn Prozent üblich. Heutzutage sind es bereits fünfzehn Prozent.

Die Merkmale der Milbenart

Varroamilben bestehen aus männlichen und weiblichen Tieren. Die Weibchen besitzen einen dunkelbraunen nach oben gewölbten Körper, der über eine große Anzahl feiner Borsten und Haare verfügt. Die quer ovale Körperform hat eine Länge von etwa 1,2 Millimeter und einer Breite von 1,6 Millimeter. Die Männchen der Varroamilbe sind wesentlich kleiner und überleben den potentiellen Vermehrungszeitraum nur sehr kurz. Diese  Milben verfügen über kurze Beine, die ihnen ein Krabbeln und klammern möglich machen. Alle weiblichen Varroamilbe stechen mit Ihren Mundwerkzeugen in die dünnen Körperteile der erwachsenen Biene und in die Bienenmade, um daraus das Bienenblut herauszusaugen.

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Vermehrung der Milbe

Das erwachsene Weibchen der Varroamilbe dringt in die Zelle ein und legt nach etwa siebzig Stunden das erste Ei an die Wand der Brutzelle. Überwiegend ist es Drohnenbrut. Anschließend folgt nach circa 30 Stunden ein weiteres Ei und nach 30 Stunden erneut ein Ei. Insgesamt sind es vier bis fünf Eier. Das erste Ei ist unbefruchtet und ergibt ein Männchen. Die Eier weiteren sind alle befruchtet und ergeben die weibliche Varroamilbe. Bei verdeckelter Brutzelle spinnt sich die Bienenmade ein. Die Varroamilbe sitzt zwischen Zellwand und Kokon und sticht in die Made, um das Bienenblut erreichen zu können. Diese Milbenart vermehrt sich sehr rasch.

3 Tipps, um die Vaaroamilben zu bekämpfen

Tipp 1: Varroaskorpion beziehungsweise Bücherskorpion

Der Bücherskorpion ist ein Symbiont des Bienenvolkes. Er frisst die Varroamilben und stellt ein natürliches Gleichgewicht her. Somit reduziert sich die Milbenbelastung für die Bienen. Der Varroaskorpion ist in Deutschland heimisch. In den letzten Jahren war der Bücherskorpion oftmals ein Opfer der Medikamentenbehandlung der Varroamilben. Dies liegt daran, dass er, wie auch die Milbe zu den Spinnentieren gehört. Der Varroaskorpion ist Nummer Eins, um die Varrioamilben erfolgreich zu bekämpfen.

Tipp 2: Die Brutentnahme

Bei der Brutentnahme entnehmen Sie alle verdeckelten und verdeckelungsnahen Brutwaben.
Mit diesem Verfahren bekämpfen Sie die Milben und reduzieren den Bestand. Selbstverständlich muss sich das Bienenvolk bei dieser Methode zur Bekämpfung der Varroamilbe umstellen. Allerdings passen sich gute Trachtbedinungen in die Betriebsweise ebenfalls hervorragend an, sodass diese Methode einen schwarm verhindert. In der Regel bleiben die Larven in den Brutwaben erhalten. Diese können Sie im Sommer erfolgreich mit Ameisensäure bekämpfen. Bei einem sehr starken Befall mit Varroamilben können Sie im September eine zweite Behandlung durchführen.

Tipp 3: Die Drohnenbrut schneiden

Die Varroamilben wählen bevorzugt die Drohnenbrut als ihren Aufenthaltsort. Folglich ist das Ausschneiden der Drohnenbrut eine ausgezeichnete Bekämpfung. Darüber hinaus sitzen die Milben während der Brutzeit größtenteils in den Brutzellen. Ausschließlich die verdeckelte Drohnenbrut können Sie ausschneiden, da die Varroamilbe sich erst kurz vor der Verdeckelung in die Zelle begibt. Auf Grund der langen Brutzeit sorgt die Drohnenbrut für eine extrem rasche Vermehrung der Varroamilbe. Mit dem Drohnebrut schneiden können Sie den Milbenbefall deutlich verringern.

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Den Varroa-Befall eindämmen

Imker dürfen die Varroamilbe ausschließlich in der Zeit bekämpfen, in der die Bienen keinen Honig herstellen. Schließlich ist es möglich, dass Rückstände von Chemikalien in den Honig gelangen und von dort aus in den menschlichen Organismus weiter wandern. Die beste Zeit für eine Bekämpfung der Varroamilben ist in den Monaten Juli und August, also nach dem Abschleudern. Behandeln Sie in jedem Fall auch junge Völker beziehungsweise neue Schwärme des Jahres. Ebenfalls Befallskontrollen in regelmäßigen Abständen sind wichtig. Genauso wie eine Nachbehandlung im Herbst und im Winter. Der Befall des Bienenvolkes durch Varroamilben sollte im Frühjahr so gering wie möglich sein, damit die Bienen bis zur nächsten Behandlung im Sommer überleben.

Hier gibt es mehr zur Varroa Behandlung