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Milben 1×1

Nahaufnahme einer Milbe

Milben gehören zu den Spinnentieren und bilden mit rund 50.000 Arten die größte Gruppe innerhalb dieser Klasse. Forscher vermuten, dass es noch viel mehr Arten gibt, denn bei diesen Tieren handelt es sich um die kleinsten Arten der Gliederfüßer, weshalb sie vermuten, dass viele noch nicht entdeckt wurden. Mit einem großen Teil der Milben hat der Mensch kaum etwas zu tun, einige Arten haben sogar positive Effekte, treffen Mensch und Milbe jedoch direkt aufeinander, dann hast das in der Regel keine guten Auswirkungen. Obwohl es viele Milben gibt, die keinen oder kaum Einfluss auf den Menschen haben, verursacht eine kleine Anzahl an Arten große Probleme, wenn sie in menschliche Lebensräume eindringt.

Wie sehen Milben aus?

Obwohl Milben zu den Spinnentieren gehören, haben sie optisch nur wenig mit ihnen gemeinsam. Ihre Größe variiert sehr stark und reicht von 0,1 Millimetern bis zu drei Zentimetern. Was sie jedoch mit Spinnen gemeinsam haben, ist, dass sie im erwachsenen Stadium ebenfalls acht Beine besitzen. Milben sind im Vergleich zu anderen Lebewesen ausgesprochen langsam, weshalb sie gerne beispielsweise andere Tiere als Transportmittel nutzen. Viele dieser Transportmittel dienen ihnen gleichzeitig als Nahrungsquelle. Ungewöhnlich ist jedoch, dass eine tropische Milbenart das stärkste Tier der Welt ist und, das 1200-fach ihres eigenen Gewichtes tragen kann. Milben haben bis auf einige Arten keine Augen. Lediglich bei einigen wenigen Arten kommt eine Augenanzahl zwischen eins und fünf vor.

Wo kommen Milben vor?

Milben sind wahre Überlebenskünstler und entsprechend viele Lebensräume haben sie besiedelt. Etwa die Hälfte an Arten lebt im Boden und pro Quadratmeter können mehrere Hunderttausend Tiere vorkommen. Milben bevölkern die unterschiedlichsten Lebensräume. Sie sind in Häusern zu finden, auf Lebensmitteln und auf Lebewesen. Sie bevorzugen durchaus ungewöhnliche Orte und lassen sich etwa an Körperöffnungen wie den Nasenlöchern von Vögeln nieder. Milben können sich sogar in der Lunge ansiedeln, wie in jenen von Affen. Am Menschen sind Milben beispielsweise an den Haarwurzeln zu finden.

Milben mit ihren Fühlern & Beinen

Wovon ernähren sich Milben?

Wie in der Auswahl der Plätze wo sich die Tiere niederlassen, sind sie auch in der Wahl ihrer Nahrung sehr flexibel. Es gibt Milben die leben räuberisch oder Arten, die Pflanzen oder Pilze als bevorzugte Nahrung haben. Selbst Aas oder abgestorbenes Gewebe wird von manchen Milbenarten gefressen. Viele Milben leben auch als Parasiten auf ihren Wirten. Jede Art hat sich auf eine bestimmte Form der Nahrung fokussiert, wobei sie in der Auswahl ihrer Quelle flexibel sind. Parasitär lebende Arten sind beispielsweise sowohl auf dem Menschen als auch auf anderen Säugetieren zu finden.

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Wie vermehren sich Milben?

Bei den Milben gibt es männliche und weibliche Tiere. Die Weibchen legen nach der Befruchtung Eier ab. Diese legen sie jedoch nicht in einem Gelege zusammen ab, sondern bringen einzelne Eier über einen längeren Zeitraum hervor. Dies fördert die Verbreitung und Erhaltung der Art der Tiere. Je nach Art können Milben um die 100 Eier ablegen. Wie lange männliche und weibliche Tiere leben, ist sehr stark abhängig von ihren Lebensbedingungen. Je besser diese sind, umso länger können sie überleben. Dies gilt auch für die Entwicklung der Tiere im Ei. Je besser die Umgebungsbedienungen sind, umso schneller schlüpfen sie und erreichen das Larvenstadium, nach dem sie sich innerhalb mehrerer Wochen in eine fertige und geschlechtsreife Milbe verwandeln.

Welche Schäden können Milben verursachen?Der Großteil der Arten, der im Boden lebt, leistet einen großen Beitrag bei der Bildung von Humus. Problematisch werden Milben nur dort, wo wie in die Lebensbereiche der Menschen eindringen.

Milben als Schädlinge

Obwohl Milben einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Böden leisten, sind nicht alle Arten in der Landwirtschaft gerne gesehen. Mehlmilben befallen Getreidelager oder die Lager von Betrieben die Getreide zu Mehl und anderen Produkten weiter verarbeiten. Ein Befall durch Milben ruft nicht nur Ekel hervor, durch einen Befall können die Inhaltsstoffe des Getreides verändert werden und es ist weniger wertvoll. Mehlmilben gelangen über den Handel auch in private Haushalte. Die Milben sind potenzielle Allergieauslöser und der Genuss von Produkten, die mit den Tieren kontaminiert sind, kann zu Magen-Darm-Problemen führen. Menschen, die stark auf die Tiere reagieren, können sogar asthmatische Anfälle oder starke Hautreizungen durch den Kontakt bekommen.

Milben als Auslöser von Krankheiten

Eine der größten Gefahren, die Milben mit sich bringen, ist ihr hohes allergenes Potenzial. Führend sind hier die Hausstaubmilben, die auch die gleichnamige Hausstauballergie auslösen. Hausstaubmilben sind in nahezu jedem Haushalt zu finden und gelangen dorthin beispielsweise über die Kleidung. Sie lassen sich dann bevorzugt in Polstermöbeln nieder und in weiterer Folge verbreiten sie sich über alle Textilien wie Teppiche oder Matratzen im Haus. Allergen wirken nicht die Tiere selbst, sondern ihr Kot, die Eier und die Reste toter Tiere. Fast alle Asthmatiker reagieren allergisch auf Hausstaubmilben, allergische Reaktionen können aber bei jedem Menschen auftreten. Stark beeinträchtigt sind betroffene Menschen vor allem beim Schlafen, da die höchste Dichte an Milben in der Regel in Matratzen und Kopfkissen ist. Dort finden sie ein ideales Raumklima da und genügend Hautschuppen, von denen sie sich ernähren. Milben können Menschen auch direkt befallen, wie die Grabmilben.

Millionen von Milben leben auf einer Decke

Sie bohren Gänge in die Haut des Menschen und legen dort ihre Eier ab. Dies führt zu Hauterkrankungen wie Krätze. Problematisch können auch Haarbalgmilben für den Menschen werden, denn sie stehen im Verdacht die Hauterkrankung Rosazea auszulösen.

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Milben als Überträger von Krankheiten

Nicht nur Milben selbst können Allergien auslösen, sie fungieren auch als Überträger für Krankheiten. Einig Arten können durch einen Biss Viren und Bakterien übertragen, die schwerwiegende Folgen haben können. Milben können beispielsweise als Überträger von Fleckfieber fungieren. Obwohl diese Krankheit in Deutschland mittlerweile selten geworden ist, kommt es immer wieder zu Erkrankungen. Eine weitere Erkrankung, die von Milben übertragen werden kann, ist Tularämie, die auch unter dem Namen Hasenpest bekannt ist. Überwiegend befällt diese häufig tödlich verlaufende Erkrankung Hasen und Kaninchen in freier Wildbahn – eine Übertragung durch Milben auf den Menschen kommt aber immer wieder vor.

Wie groß ist die Gefahr von Milben für den Menschen?

Die größte Gefahr für den Menschen sind die Hausstaubmilben, da sie überall vorkommen und Sie einer Übertragung praktisch nicht verhindern können. Selbst sauber gereinigte Wohnräume sind nicht vor diesen Milben sicher. Das Risiko ist sehr hoch, dass sie Allergien auslösen selbst bei Menschen, die bisher keine Allergien hatten. Dies bedingt der ständige Kontakt mit Kot, Eiern oder den Resten abgestorbener Tiere. Milben, die Krankheiten auslösen oder als Überträger fungieren, besitzen ein indirektes Gefahrenpotenzial, da die Krankheiten oft nur schwer bestimmt werden können. Das hat zu Folge, dass es lange dauert, bis eine geeignete Behandlung begonnen werden kann.

Wie können Sie sich vor Milben schützen?

Zur Vermeidung von Allergien und Krankheiten ist es wichtig, die Milben effizient zu bekämpfen. Der Vorteil ist, dass Milben sehr gut auf sogenannte Akarizide an. Dabei handelt es sich um ein Mittel speziell zur Bekämpfung von Milben und Zecken, die ebenfalls zu einer Untergattung der Milben gehören. Anti-Milben-Sprays töten effizient die Tiere ab, wodurch eine Vermehrung verhindert werden kann. In weiterer Folge müssen betroffene Bereiche wie Matratzen und Kissen gereinigt werden, da Akarizide zwar die Verbreitung verhindern, jedoch die allergenen Stoffe nach wie vor in den Textilien sind. Aufgrund des Risikos einer erneuten Einschleppung der Tiere in die Wohnräume muss eine Behandlung regelmäßig erfolgen. Gegen Milben, die sich direkt am menschlichen Körper befinden, gibt es ebenfalls spezielle Präparate. Wichtig ist jedoch, dass die Milben nicht nur den Menschen als Wirt nutzen, sondern auch Tiere. Deshalb sollten Tiere ebenfalls regelmäßig auf einen Befall etwa durch Grabmilben kontrolliert werden.

 

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