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Spinnmilben – Ratgeber zur Bekämpfung

Spinnmilben

Ratgeber über Spinnmilben

Eine Spinnmilbe ist im Haus und im Garten ein oftmals vorkommender Schädling. Insgesamt gibt es auf der Welt über 1000 Arten; hierzulande sind nur zwei davon anzutreffen: Die Obstbaumspinnmilbe (Panonychus ulmi) und die Gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae). Diese Tiere sind zwar mit bloßem Auge nicht zu erkennen, richten aber innerhalb kürzester Zeit große Schäden an Pflanzen an. Die kleine, eiförmige Milbe hat eine Größe von 0,5 mm und je nach Jahreszeit braun, gelbgrün oder rotgefärbt. Auf dem Rücken befinden sich zwei dunkle Flecken an den Seiten. Insbesondere in den Wintermonaten nimmt das Milbenweibchen eine rote Farbe an. Daher wird sie gern als „rote Spinne“ bezeichnet.

 

Spinnmilben mögen bevorzugt die Blattunterseiten der Wirtspflanzen. Hierunter stechen sie mit ihren Stechborsten in das Pflanzengewebe, um den Pflanzensaft, der zudem noch sehr zuckerhaltig ist, abzusaugen. Da sich die betroffenen Zellen sodann mit Luft füllen, kommen helle Flecken auf der oberen Blattseite zum Vorschein. Bei fortschrittlicher Beschädigung werden die feinen Sprenkel schnell größer und fließen in einer Fläche zusammen. Durch die angestiegene Verdunstung vergilbt und vertrocknet das Blatt, welches von der jeweiligen Pflanze abgeworfen wird. Außerdem bekommen befallene Triebe und Blätter oft ein feines, weißes Gespinst. Dieses dient einer Spinnmilbe als Sicherheit. Allerdings bildet nur die Gemeine Spinnmilbe vermehrt Gespinst; die Obstbaumspinnmilbe hingegen kaum.

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Milbenbefall an Pflanzen

Im Frühjahr legt eine Spinnmilbe gelb- bis rotfarbene, runde bis zwiebelförmige Eier an der Unterseite eines Blattes der Wirtspflanze ab. Anschließend schlüpfen mit der Zeit die Larven. Bei geringer Luftfeuchtigkeit und hohen Temperaturen geht die Vermehrung ziemlich schnell vonstatten. Alle ein bis zwei Wochen entwickeln sich neue geschlechtsreife Generationen. In einem Jahr sind unter diesen Bedingungen bis zu acht in sich überschneidende Generationen möglich. Bei einem Wurf legt ein Weibchen etwa 100 Eier ab.

Durch das Wachstum bedeutet das für eine Pflanze entsprechende Vertrocknung. Die Obstbaumspinnmilbe überwintert in ihren eigenen roten Wintereiern, die während der Herbstzeit auf der Rinde beschädigter Triebe abgelegt wurden. Die zahlreichen Eier glänzen schon von weitem in rötlichem Schimmer. Im Gegensatz dazu überwintert die Gemeine Spinnmilbe in Form der roten Winterweibchen. Sie mögen insbesondere abgestorbene Blätter, Erdlöcher am Boden oder Rindenschuppen. Aber auch in einem Gewächshaus in geeigneten Verstecken und geschützten Ritzen sind sie vorzufinden.

 

Vorbeugung und Bekämpfung

Damit Sie den Spinnmilben den Kampf ansagen können, sollten Sie dafür Sorge tragen, ein gutes Klima zu haben. Wirkungsvoll hat sich bewährt, die Pflanzen stets gleichmäßig feucht zu halten. Mittels Mulchschicht bleibt die gewünschte Feuchtigkeit länger im Boden. Im Sommer ist es empfehlenswert die Feuchtigkeit durch regelmäßiges Besprühen mit Wasser aufrechtzuerhalten. Bei einer zu hohen Luftfeuchte gibt es für die Spinnmilbe kaum günstige Lebensbedingungen. Vor allem in geschlossenen Räumen lässt sich diese Methode hervorragend umsetzen. In der Regel reicht eine gründliche Pflege und Reinigung für ein eingeschränktes Infektionsrisiko vollkommen aus.

Da eine Spinnmilbe besonders geschwächte und nährstoffarme Pflanzen befallen, ist die Stärkung bedeutsam. Ratsam ist eine ausgewogene und kaliumreiche Düngung. Dabei wird das Gewebe gefestigt und die Widerstandskraft gegenüber Schädlingen erhöht sich. Aus diesem Grund ist eine stickstoffreiche Düngung zu vermeiden, um das Gewebe nicht weich und gleichzeitig anfälliger zu machen. Wählen Sie individuelle Standortansprüche, damit die Pflanzen optimales Licht und ausreichend Luft bekommen. Wer ein Gewächshaus hat, sollte dieses ab und an zu lüften. Viele Hobby-Pflanzenliebhaber schwören auf die zusätzliche Bepflanzung von Lauch, Knoblauch und Zwiebeln in einer sogenannten Mischkultur, um möglicherweise eine Spinnmilbe fernzuhalten.

 

Pflanzen zum Schutz abduschen!

Gegenmaßnahmen sind erst dann vonnöten, wenn der erste Befall zu sehen ist. Um eine frühzeitige Vermehrung zu stoppen, sind effektive Bekämpfungsmaßnahmen vonnöten. Da eine Spinnmilbe kaum zu sehen ist, sollten Sie sich zur Hilfe eine Lupe nehmen und die Blattunterseiten zu beobachten. Aber auch ein Wasserzerstäuber ist recht nützlich, um die feinen Gespinste einer Spinnmilbe sichtbar zu machen. Pflanzen, die zunächst leicht befallen sind, können im ersten Schritt mit einem harten Wasserstrahl abgeduscht werden.

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Dabei einfach die Zimmerpflanzen in die Badewanne stellen und abbrausen. Diese Prozedur muss mehrmals erfolgen, bis alle Schädlinge verschwunden sind. Allerdings ist der Vorgang mit dem Wasserstrahl nicht bei robusten Pflanzen zu benutzen. Ideal wäre hierfür ein kühler Platz. Es ist wichtig, dass alle betroffenen und beschädigte Blätter entfernt werden, um jede Art der Verbreitung zu vermeiden. Aber auch Unkraut und andere Pflanzenreste sind zu beseitigen, da sie für eine Spinnmilbe als perfekte Überwinterungsmöglichkeit oder als Zwischenwirten in Frühjahr dient. Keinesfalls dürfen die Abfälle auf dem Kompost landen. Lösung: Verbrennung – wenn möglich – oder die Entsorgung über den Hausmüll.

 

Hilft nichts, gibt es im Handel unzählige Pflanzenschutzmittel. Da im Allgemeinen eine Spinnmilbe unter dem Blatt sitzt, sind sie kaum zu erfassen. Von einer chemischen Bekämpfung ist abzuraten. Um alle Fressfeinde zu schonen, sind nur nützlingsschonende Mittel zu benutzen. Viele Mittel sind kontraproduktiv, da sich die Spinnmilbe stärker entwickeln und weitervermehren kann.